Anbieterwechsel

Website-Anbieter wechseln ohne Ausfall und ohne Datenverlust

14. September 2026 · 3 Min. Lesezeit · Ian Becker · Aktualisiert am 27. September 2026

Viele Betriebe bleiben bei einem Anbieter, mit dem sie unzufrieden sind, weil ein Wechsel kompliziert wirkt. Den Website-Anbieter zu wechseln ist aber gut planbar, wenn die Schritte in der richtigen Reihenfolge passieren. Diese Checkliste zeigt, worauf es ankommt, damit Website, Postfach und Google-Rankings den Umzug überstehen.

Fünf Punkte, die du vor dem Wechsel klärst

  1. 01Vertrag: Wann endet die Laufzeit, wie lang ist die Kündigungsfrist, und verlängert sich der Vertrag automatisch? Trag dir den letzten Kündigungstag in den Kalender ein.
  2. 02Domain: Auf wen ist sie eingetragen? Für den Umzug brauchst du den Auth-Code, den der bisherige Anbieter herausgibt.
  3. 03E-Mail: Laufen deine Postfächer beim selben Anbieter, müssen sie mit umziehen. Die Mail-Einträge der Domain, die sogenannten MX-Records, zeigen dann auf das neue Postfach. Sonst kommen nach dem Wechsel keine Mails mehr an.
  4. 04Inhalte: Sichere Texte, Bilder, Logo, Impressum und Datenschutzerklärung auf deinem Rechner, solange du noch Zugriff hast.
  5. 05Adressen: Notiere die Adressen deiner wichtigsten Unterseiten. Ändern sie sich, brauchen sie eine Weiterleitung auf die neue Seite.

Die richtige Reihenfolge

Kündige nicht als Erstes. Zuerst wird die neue Website gebaut und geprüft, dann zieht die Domain um, und erst danach endet der alte Vertrag. Ein paar Wochen, in denen beide Verträge parallel laufen, kosten weniger als eine Website, die offline ist.

Bei webwev läuft der Wechsel genau so. Wir übernehmen verwertbare Texte und Bilder, bauen die neue Seite im Hintergrund und stellen erst um, wenn alles steht. Die alte Website bleibt bis dahin erreichbar. Vorher kannst du die neue Seite zwei Wochen kostenlos testen.

Warum Weiterleitungen über dein Ranking entscheiden

Google kennt die Adressen deiner alten Seiten. Führen sie nach dem Umzug ins Leere, verschwinden diese Seiten nach und nach aus den Suchergebnissen. Eine dauerhafte Weiterleitung, technisch ein 301-Redirect, schickt Besucher und Google von der alten auf die passende neue Adresse.

Nach dem Umzug lohnt sich ein Blick in die Google Search Console: Dort meldest du die neue Sitemap an und siehst, ob Seiten mit Fehlern auffallen. Prüfe auch, ob die Website-Adresse in deinem Google-Unternehmensprofil noch stimmt.

Drei Kontrollen nach dem Umzug

  • Schick von einer fremden Adresse eine Testmail an jedes Postfach.
  • Ruf drei alte Unterseiten auf und prüfe, ob du auf der passenden neuen Seite landest.
  • Füll das Kontaktformular einmal selbst aus und prüfe, ob die Nachricht bei dir eingeht.

Danach übernehmen wir im Abo Hosting, Updates und Änderungen. Die vollständige Liste findest du beim Leistungsumfang einer Website im Abo.

Häufige Fragen

Verliere ich beim Wechsel meine Google-Bewertungen?
Nein. Bewertungen hängen an deinem Google-Unternehmensprofil, nicht an der Website. Nach dem Umzug prüfst du nur, ob die Website-Adresse im Profil noch stimmt.
Mein alter Anbieter gibt den Auth-Code nicht heraus. Was kann ich tun?
Die Domain gehört dem eingetragenen Inhaber. Fordere den Code schriftlich und mit Frist an. Bei .de-Domains gibt es zusätzlich das Verfahren AuthInfo2: Die DENIC schickt auf Antrag einen Code per Einschreiben an den eingetragenen Inhaber. Deshalb sollte deine Adresse bei der Domain aktuell sein.
Ändern sich meine E-Mail-Adressen?
Nein, solange die Domain gleich bleibt. Es müssen nur die technischen Einträge stimmen, damit Mails im richtigen Postfach landen. Zieht das Postfach um, sicherst du vorher deine alten Mails.
Wie lange dauert ein Anbieterwechsel insgesamt?
Das hängt vor allem von der Kündigungsfrist beim bisherigen Anbieter ab. Die neue Website steht bei webwev in der Regel nach einer Woche, und der Domainumzug selbst ist meist schnell erledigt, sobald der Auth-Code vorliegt.

Ian Becker

Inhaber von webwev. Baut und betreut Websites für lokale Betriebe und prüft jeden Artikel, bevor er erscheint.