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Website-Pflege Kosten: vier Fragen, die Angebote vergleichbar machen

22. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit · Ian Becker

Website-Pflege Kosten lassen sich schwer vergleichen, weil hinter demselben Wort drei verschiedene Leistungen stecken. Ein günstiges Angebot und eines zum Vierfachen können beide seriös sein und trotzdem nichts miteinander zu tun haben. Diese vier Fragen machen aus zwei Angeboten zwei vergleichbare Zahlen.

Drei verschiedene Dinge heißen alle Pflege

  • Technik: Updates des Systems und seiner Erweiterungen, Sicherungskopien, ein gültiges Zertifikat, die Kontrolle der Erreichbarkeit. Das läuft im Hintergrund, und du merkst es nur, wenn es fehlt.
  • Inhalt: Der neue Preis in der Leistungsübersicht, die Öffnungszeiten zwischen den Feiertagen, das Teamfoto nach einer Einstellung, die Urlaubsnotiz.
  • Betrieb: Speicherplatz, Domain, Postfächer. Oft eine eigene Rechnung vom Hoster, die im Pflegeangebot gar nicht auftaucht.

Welche dieser drei Blöcke im Preis stecken, steht selten in der Überschrift. Genau daran liegt der größte Teil der Preisunterschiede.

Warum die Website-Pflege Kosten so weit auseinanderliegen

Der größte Faktor ist das System, auf dem deine Seite läuft. Eine Seite mit einem Dutzend Erweiterungen bringt jeden Monat Updates mit, die jemand nach dem Einspielen ansehen muss. Eine schlanke Seite macht diese Arbeit nicht.

Der zweite Faktor ist die Abrechnungsform. Viele Verträge enthalten ein Zeitkontingent, also eine gebuchte Stundenzahl pro Monat. Ist sie aufgebraucht, läuft jede weitere Änderung über den Stundensatz. Der Anbieter heise homepages nennt in seinem Ratgeber 39 bis 180 Euro netto pro Monat und beschreibt das Zeitkontingent als übliche Form. Zwei Angebote mit gleichem Monatspreis können damit sehr unterschiedlich viel Arbeit enthalten.

Vier Fragen an jedes Pflege-Angebot

  1. 01Welche der drei Blöcke sind enthalten, und was wird zusätzlich berechnet? Lass dir jeden einzeln bestätigen.
  2. 02Gibt es ein Zeitkontingent, wie viele Minuten oder Stunden umfasst es, und was kostet die Stunde darüber hinaus?
  3. 03Was zählt als Änderung? Einen Preis in einer bestehenden Liste zu tauschen ist etwas anderes als eine neue Unterseite für eine neue Leistung.
  4. 04Wer zahlt, wenn das System selbst zu alt für ein Update ist? Diese Frage entscheidet, ob in zwei Jahren eine Rechnung über einen Neuaufbau kommt.

Was eine neue Website über die Jahre insgesamt kostet, rechnest du mit deinen eigenen Werten im Website-Kosten-Rechner durch.

Was es kostet, wenn niemand die Seite pflegt

Keine Pflege zu bezahlen ist möglich, aber nicht kostenlos. Ein Kontaktformular, das nach einem Update keine Nachrichten mehr verschickt, fällt niemandem auf. Du merkst es daran, dass es ruhig bleibt, und das kann Monate dauern. Dasselbe gilt für ein abgelaufenes Zertifikat und veraltete Angaben im Impressum.

Übernimmst du die Pflege selbst, rechne mit einem wiederkehrenden Termin, nicht mit einer einmaligen Einrichtung. Updates, eine Sicherungskopie und ein Blick auf Formular und Telefonnummer dauern nicht lange, fallen aber jeden Monat an. Was eine komplette Website im Vergleich der Wege kostet, steht in der Kostenübersicht für kleine Unternehmen.

Pflege als Zusatzvertrag oder beim Anbieter mit drin

Ein Pflegevertrag auf eine fremde Website hat eine Voraussetzung: Zugang. Wer die Seite nicht gebaut hat, braucht Zugangsdaten für System und Hoster. Fehlen sie, beginnt die Pflege mit der Suche nach dem früheren Dienstleister, die bei alten Seiten oft ergebnislos endet.

Der andere Weg ist, Erstellung und Pflege beim selben Anbieter zu halten. Bei webwev kostet das €50 pro Monat zzgl. MwSt. bei 12 Monaten Laufzeit oder €70 pro Monat zzgl. MwSt. monatlich kündbar, ohne Einrichtungsgebühr. Hosting, Updates und Änderungen stecken im Monatspreis. In der Praxis bleiben die Änderungswünsche dabei im Rahmen, weil es meist darum geht, bestehende Angaben zu aktualisieren, und nicht darum, neue Seiten zu bauen. Welche Arbeiten dazugehören und welche nicht, steht in den Leistungen im Abo.

Was du am Ende bezahlst

Die Website-Pflege Kosten für einen kleinen Betrieb werden erst dann vergleichbar, wenn klar ist, welche der drei Blöcke im Preis stecken. Teuer wird es in zwei Fällen: wenn die Seite auf einem System läuft, das ständig Arbeit macht, oder wenn du jede Änderung einzeln über den Stundensatz bezahlst. Frag deshalb zuerst nach dem Zeitkontingent und nach dem Stundensatz dahinter, bevor du Monatspreise nebeneinanderlegst.

Häufige Fragen

Was kostet die Pflege einer WordPress-Website?
Das hängt an der Zahl der Erweiterungen. Jede davon bringt eigene Updates mit, die nach dem Einspielen geprüft werden müssen. Lass dir deshalb nennen, wie viele auf deiner Seite laufen, bevor du ein Wartungsangebot bewertest.
Kann ich meine Website selbst pflegen?
Inhaltlich meistens ja, wenn du Zugang hast und dir jemand gezeigt hat, wo die Texte stehen. Technisch kommt es auf das System an. Wichtig ist, Updates und Sicherungskopie als festen Termin einzuplanen.
Brauche ich einen Pflegevertrag, wenn meine Seite in einem Baukasten läuft?
Für die Technik nicht, die übernimmt der Baukasten-Anbieter mit dem Abo. Inhaltliche Änderungen liegen bei dir. Wer die abgeben will, braucht jemanden mit Zugang oder einen Anbieter, bei dem beides zusammengehört.
Wie oft muss eine Website überhaupt aktualisiert werden?
Technisch, sobald Updates vorliegen, bei den meisten Systemen also monatlich. Inhaltlich immer dann, wenn sich Preise, Leistungen, Öffnungszeiten oder das Team ändern. Letzteres ist der Punkt, der in der Praxis liegen bleibt.

Ian Becker

Inhaber von webwev. Baut und betreut Websites für lokale Betriebe und prüft jeden Artikel, bevor er erscheint.