Was eine günstige Website für kleine Unternehmen im Abo wirklich kostet
27. Juli 2026 · 3 Min. Lesezeit · Ian Becker · Aktualisiert am 27. September 2026
Günstig ist eine Website erst, wenn die Gesamtkosten stimmen. Bei einer günstigen Website für kleine Unternehmen im Abo lässt sich das genau ausrechnen, weil es keine Einmalzahlung und keine Nebenposten gibt. Die Rechnung unten nutzt die echten Preise von webwev.
Die Rechnung über 12 und 24 Monate
Alle Beträge sind netto, also zzgl. MwSt. Eine Einrichtungsgebühr gibt es in keinem der beiden Tarife.
- 12-Monats-Tarif: €50 im Monat. Nach einem Jahr hast du €600 gezahlt, nach zwei Jahren €1.200.
- Flex-Tarif mit monatlicher Kündigung: €70 im Monat. Nach einem Jahr sind es €840, nach zwei Jahren €1.680.
Der Unterschied liegt bei €240 zzgl. MwSt. pro Jahr. Dafür kommst du im Flex-Tarif mit 14 Tagen Frist zum Monatsende aus dem Vertrag.
Ab wann sich der 12-Monats-Tarif lohnt
Die Grenze liegt bei neun Monaten. Acht Monate im Flex-Tarif kosten €560 zzgl. MwSt., also weniger als ein Jahr im 12-Monats-Tarif. Ab dem neunten Monat ist Flex mit €630 zzgl. MwSt. teurer.
Wer sicher ist, dass die Website länger als ein Dreivierteljahr läuft, fährt mit dem 12-Monats-Tarif günstiger. Wer ein Angebot nur für eine Saison plant oder sein Geschäft gerade erst testet, bleibt flexibel.
Beispiel: Start im Flex-Tarif, Wechsel nach drei Monaten
Angenommen, du eröffnest ein kleines Studio und weißt noch nicht, ob der Standort trägt. Du startest im Flex-Tarif und zahlst drei Monate lang €70, zusammen €210 zzgl. MwSt.
Läuft das Geschäft, wechselst du in den 12-Monats-Tarif und zahlst ab dann €50 im Monat zzgl. MwSt. Ab dem Wechsel gilt die Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Läuft es nicht, endet der Flex-Vertrag kurzfristig, und du hängst nicht ein ganzes Jahr fest.
Diese Kosten stecken im Monatspreis
Bei einer gekauften Website tauchen viele Posten erst nach dem Start auf. Im Abo musst du sie nicht extra einplanen:
- Hosting, Domain und SSL-Zertifikat
- Sicherheits-Updates und Wartung
- kleine Änderungen wie neue Öffnungszeiten, Preise oder Fotos
- die SEO-Grundeinrichtung
- ein fester Ansprechpartner statt Ticketsystem
Wo die Grenze zwischen kleinen und großen Änderungen liegt, erklärt der Beitrag Was im Website-Abo enthalten ist.
Wo „günstig“ teuer wird
Drei Fallen sind bei kleinen Unternehmen typisch:
- ein Baukasten mit niedrigem Einstiegspreis, bei dem eigene Domain, Postfach oder das Entfernen von Werbung extra kosten
- eine günstige Einmalzahlung, nach der jede Änderung einzeln abgerechnet wird
- Verträge, die sich still um ein weiteres Jahr verlängern, wenn man die Frist übersieht
Frag deshalb bei jedem Angebot nach dem Betrag für 24 Monate einschließlich aller Nebenkosten. Erst diese Zahl macht Angebote vergleichbar. Eine Aufstellung aller Posten findest du unter Homepage erstellen lassen: die Kosten Posten für Posten.
Häufige Fragen
- Kann ich später vom Flex-Tarif in den 12-Monats-Tarif wechseln?
- Ja, jederzeit. Das lohnt sich, sobald klar ist, dass deine Website noch mindestens neun Monate online bleibt.
- Sind die Preise netto oder brutto?
- Netto. Die gesetzliche Umsatzsteuer kommt hinzu. Unternehmen mit Vorsteuerabzug holen sie sich über die Umsatzsteuererklärung zurück. Wer keine Vorsteuer abziehen kann, etwa Kleinunternehmer oder Praxen mit umsatzsteuerfreien Heilbehandlungen, trägt den Bruttobetrag.
- Was passiert nach den ersten 12 Monaten?
- Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit weiter und ist ab dann mit drei Monaten Frist zum Monatsende kündbar.
- Lohnt sich das Abo auch für Einzelunternehmer?
- Gerade dann, wenn niemand im Betrieb Zeit für Technik hat. Du zahlst einen festen Betrag und musst dich weder um Hosting noch um Updates kümmern.
Inhaber von webwev. Baut und betreut Websites für lokale Betriebe und prüft jeden Artikel, bevor er erscheint.