Heilberufe

Praxis-Website erstellen lassen: vier Schritte und die Pflichtangaben

07. September 2026 · 3 Min. Lesezeit · Ian Becker · Aktualisiert am 27. September 2026

Heilpraktiker, Osteopathinnen, Ergotherapeuten, Logopädinnen und Podologen haben bei der Website ähnliche Aufgaben. Patienten sollen verstehen, was in der Praxis passiert, und ohne Umwege einen Termin bekommen. Dazu kommen rechtliche Regeln, die strenger sind als bei einem Café oder einem Handwerksbetrieb. Wer eine Praxis-Website erstellen lassen will, sollte beides kennen.

Praxis-Website erstellen lassen in vier Schritten

  1. 01Erstgespräch: Ein kostenloses Telefonat von etwa 15 Minuten klärt, welche Behandlungen du anbietest, wen du erreichen willst und was schon vorhanden ist.
  2. 02Material: Du schickst Stichpunkte zu deinen Leistungen, Sprechzeiten, dein Logo und Fotos der Praxisräume.
  3. 03Entwurf: Aus deinen Unterlagen bauen wir die Seite. Das dauert meist eine Woche.
  4. 04Test: Du prüfst die fertige Seite 14 Tage lang kostenlos und entscheidest danach, ob du sie im Abo nutzen willst.

Pflichtangaben für Heilberufe

Für die meisten Heilberufe reicht ein Standard-Impressum nicht. Je nach Beruf gehören die gesetzliche Berufsbezeichnung, der Staat, in dem sie verliehen wurde, und die zuständige Kammer oder Aufsichtsbehörde hinein. Dazu kommen die berufsrechtlichen Regelungen und die Angabe, wo man sie nachlesen kann. Welche Angaben genau nötig sind, hängt von deiner Tätigkeit ab. Lass dein Impressum im Zweifel prüfen.

Auch bei den Texten gelten Grenzen. Das Heilmittelwerbegesetz verbietet irreführende Werbung, zum Beispiel Formulierungen, die einen Behandlungserfolg als sicher darstellen. Erkläre deine Methoden deshalb nüchtern und beschreibe, für wen sie gedacht sind, statt Ergebnisse zu versprechen.

Kontaktformular und Gesundheitsdaten

Gesundheitsdaten gehören nach Art. 9 DSGVO zu den besonders geschützten Daten. Ein Kontaktformular sollte deshalb nur abfragen, was du für die Terminvergabe brauchst: Name, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse und einen Wunschtermin.

Ein freies Textfeld lädt dazu ein, Beschwerden ausführlich zu schildern. Ein kurzer Hinweis wie „Bitte keine Angaben zu Diagnosen, wir besprechen alles persönlich“ hilft. Alternativ bietest du einen Rückrufwunsch an und klärst alles Weitere am Telefon.

Bindest du ein Online-Buchungstool ein, gehört es in die Datenschutzerklärung. Mit dem Anbieter des Tools brauchst du in der Regel einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.

Was eine gute Praxis-Website ausmacht

  • Sprache ohne Fachjargon, auch bei der Beschreibung von Methoden
  • Sprechzeiten und Telefonzeiten getrennt, wenn sie sich unterscheiden
  • echte Fotos von Räumen und Team
  • Anfahrt, Parkmöglichkeiten und Hinweise zur Barrierefreiheit

Vertiefende Beiträge gibt es zur Website für Physiotherapeuten und zur Website für Zahnärzte. Für Naturheilpraxen haben wir eine eigene Seite für Heilpraktiker.

Häufige Fragen

Unterscheiden sich die Pflichtangaben zwischen Heilpraktikern und Therapeuten?
Die Grundangaben wie Name, Anschrift und Kontaktdaten sind gleich. Unterschiede gibt es bei den berufsrechtlichen Details, etwa bei Aufsichtsbehörde, Berufsbezeichnung oder berufsrechtlichen Regeln. Lass das für deinen Beruf prüfen.
Darf ich Bewertungen von Patienten auf meiner Website zeigen?
Grundsätzlich ja, solange sie echt sind und nicht irreführend wirken. Bewertungen, die Heilung versprechen, gehören nicht auf die Website. Zeigst du Bewertungen, gib an, ob und wie du prüfst, dass sie von echten Patienten stammen. Viele Praxen verlinken stattdessen auf ihr Google-Profil.
Ich habe zwei Standorte. Brauche ich zwei Websites?
Nein. Meist reicht eine Website mit einer eigenen Seite je Standort, jeweils mit Adresse, Sprechzeiten, Anfahrt und Telefonnummer. So finden Patienten die richtige Praxis, und Google kann beide Orte zuordnen.

Ian Becker

Inhaber von webwev. Baut und betreut Websites für lokale Betriebe und prüft jeden Artikel, bevor er erscheint.