Was eine Website für Physiotherapeuten leisten muss
07. September 2026 · 3 Min. Lesezeit · Ian Becker · Aktualisiert am 27. September 2026
Wer eine Physiotherapie-Praxis sucht, hat meist ein Rezept in der Hand und zwei Fragen im Kopf. Wer behandelt das in meiner Nähe, und wie schnell gibt es einen Termin? Eine Website für Physiotherapeuten muss genau das auf den ersten Blick beantworten.
Diese Inhalte suchen Patienten auf deiner Website
- Leistungen mit den Begriffen, die auf dem Rezept stehen, etwa Krankengymnastik, Manuelle Therapie oder Lymphdrainage
- ob du Kassenpatienten, Privatpatienten und Selbstzahler behandelst
- wie man einen Termin bekommt: Telefonzeiten, Rückrufwunsch oder Online-Buchung
- Anfahrt, Parkplätze und ob die Praxis barrierefrei erreichbar ist
- ob Hausbesuche möglich sind
- das Team mit Qualifikationen und Fortbildungen
Jede dieser Angaben erspart dir Anrufe mit Standardfragen. Für Patienten mit Beschwerden zählt außerdem jede Hürde weniger auf dem Weg zum Termin.
Bietest du zertifizierte Präventionskurse an, etwa Rückenkurse, gehört auch das auf die Website. Viele Krankenkassen bezuschussen solche Kurse, und Interessenten suchen gezielt danach.
Eine Seite pro Heilmittel
Patienten suchen oft mit dem Begriff vom Rezept und ihrem Ort, zum Beispiel „Manuelle Lymphdrainage Bochum“. Eine eigene Seite pro Behandlung erklärt kurz, wie die Therapie abläuft, für wen sie gedacht ist und ob es sie auch als Hausbesuch gibt. So hat Google für jedes Heilmittel eine passende Seite, und Patienten finden sofort, was sie suchen.
Was du auf einer Praxis-Website nicht schreiben solltest
Werbung für Behandlungen wie Krankengymnastik unterliegt dem Heilmittelwerbegesetz. Heilversprechen wie „schmerzfrei in drei Wochen“ haben auf der Website nichts zu suchen, ebenso Aussagen, die einen sicheren Behandlungserfolg nahelegen. Beschreibe sachlich, was du machst und für wen.
Dazu kommen Pflichtangaben im Impressum. Für reglementierte Berufe gehören unter anderem die gesetzliche Berufsbezeichnung und der Staat, in dem sie verliehen wurde, dazu. Lass deine Rechtstexte im Zweifel prüfen.
Die Website als Stellenanzeige
Viele Praxen suchen Therapeuten. Eine eigene Seite mit offenen Stellen, Arbeitszeiten, Fortbildungsmöglichkeiten und einem Foto vom Team wirkt stärker als eine Anzeige im Jobportal, weil Bewerber sehen, wo sie arbeiten würden.
Lokal gefunden werden
Patienten suchen mit Ort, also „Physiotherapie“ plus Stadt oder Stadtteil. Nenne deinen Ort auf der Website, pflege dein Google-Unternehmensprofil mit denselben Kontaktdaten und bitte zufriedene Patienten um eine Bewertung.
Wie wir das für Physiotherapie-Praxen umsetzen, zeigt unsere Seite für Physiotherapeuten. Was für Heilberufe allgemein gilt, steht im Leitfaden für Praxis-Websites.
Häufige Fragen
- Darf ich Preise für Selbstzahlerleistungen auf der Website nennen?
- Ja, das ist üblich und hilft Patienten bei der Entscheidung. Achte auf klare und vollständige Angaben, damit keine Missverständnisse entstehen.
- Lohnt sich eine Online-Terminbuchung für meine Praxis?
- Wenn dein Team viel Zeit am Telefon verbringt, oft ja. Bei Rezepten mit vielen Folgeterminen kann ein Rückrufwunsch über die Website die bessere Lösung sein.
- Was kostet eine Website für eine Physiotherapie-Praxis?
- Für Praxen gelten dieselben Tarife wie für alle Betriebe: €50 zzgl. MwSt. monatlich bei zwölf Monaten Laufzeit oder €70 zzgl. MwSt. monatlich, kündbar mit einer Frist von 14 Tagen zum Monatsende. Weil Heilbehandlungen meist umsatzsteuerfrei sind, können viele Praxen die Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer abziehen und tragen dann den Bruttobetrag. Frag im Zweifel deine Steuerberatung.
- Sollte ich Kassenleistungen und Selbstzahlerleistungen getrennt darstellen?
- Ja, das hilft. Getrennte Bereiche zeigen Patienten auf einen Blick, was auf Rezept möglich ist und was sie privat bezahlen.
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