Webdesigner beauftragen in fünf Schritten und wo das Geld fließt
26. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit · Ian Becker
Wer einen Webdesigner beauftragen will, findet überall Hinweise zur Auswahl und kaum etwas zur Reihenfolge. Die entscheidet aber darüber, wie viel Geld du ausgegeben hast, bevor du deine eigene Seite zum ersten Mal siehst. Hier stehen die fünf Schritte vom ersten Kontakt bis zum Start und die Stelle, an der du dich bindest.
Schritt 1: Eine Anfrage, die vergleichbare Angebote erzeugt
Drei Angebote lassen sich nur vergleichen, wenn alle drei Anbieter dieselbe Aufgabe beschrieben bekommen. Schick deshalb jedem denselben kurzen Text. Vier Angaben darin bewegen den Preis stärker als alles andere: wie viele Unterseiten du brauchst, wer die Texte schreibt, wer die Fotos liefert und ob eine Online-Terminbuchung dazugehört.
Was du dafür an Material zusammensuchst, steht in der Übersicht zur Dauer einer Website-Erstellung.
Vollständig muss das nicht sein. Bei webwev fängt der Bau auch mit fehlenden Fotos an und kommt so weit, wie das Material reicht. Liegen bleibt dann der einzelne Teil, nicht das ganze Projekt.
Schritt 2: Das Angebot an drei Stellen prüfen
- Leistungsumfang: Stehen Texte, Bildbearbeitung und Rechtstexte ausdrücklich drin, oder nur das Wort Erstellung?
- Korrekturschleifen: Wie viele sind enthalten, und was kostet die erste darüber hinaus?
- Laufende Posten: Hosting, Domain und Updates. Fehlen sie im Angebot, kommen sie später als eigene Rechnung.
Leg Projektpreis und laufende Posten über zwei Jahre zusammen, bevor du zwei Angebote nebeneinanderlegst. Mit deinen eigenen Zahlen geht das im Website-Kosten-Rechner.
Schritt 3: Die Stelle, an der du dich bindest
Wer einen Webdesigner beauftragt, bindet sich an einem bestimmten Punkt im Ablauf finanziell. Welcher das ist, unterscheidet die Angebotsformen deutlich.
Beim klassischen Projektauftrag sagst du zu, bevor gebaut wird. Üblich ist eine Anzahlung, danach entsteht die Seite, am Ende steht die Abnahme. Gefällt dir das Ergebnis nicht, verhandelst du innerhalb der Korrekturschleifen, die im Auftrag festgelegt sind.
Es geht auch in der anderen Reihenfolge. Bei webwev wird zuerst gebaut, in der Regel innerhalb einer Woche. Danach siehst du die fertige Seite zwei Wochen lang kostenlos an, und das Abo startet erst, wenn du dich dafür entscheidest: €50 pro Monat zzgl. MwSt. bei 12 Monaten Laufzeit oder €70 pro Monat zzgl. MwSt. monatlich kündbar, ohne Einrichtungsgebühr. Was im Monatspreis steckt, zeigt die Übersicht zum Website-Abo.
Wer sich nach den zwei Wochen gegen den Start entscheidet, tut das selten wegen des Entwurfs. Meist sind es Betriebe, die ihren Ablauf ohne Website gewohnt sind und darin keinen Grund zur Änderung sehen.
Die Frage ist damit weniger, was ein Weg kostet, als wann du entscheidest: vor dem Sehen oder danach.
Schritt 4: Deine Arbeit während der Erstellung
Nach der Zusage wartet der Anbieter auf dich, nicht umgekehrt. Ausstehende Freigaben sind der häufigste Grund, warum ein Auftrag wochenlang liegen bleibt. Benenn vorher die eine Person, die freigibt, und beantworte Rückfragen gebündelt.
Welche Punkte im Auftrag selbst geklärt sein sollten, von der Domain bis zu den Zugangsdaten, stehen in den Fragen vor dem Auftrag.
Schritt 5: Der Start und die vierte Woche danach
Live gehen heißt: Domain umstellen, alte Adressen weiterleiten, falls es eine Vorgängerseite gab, und die neue Adresse im Google-Unternehmensprofil eintragen. Setz dir danach einen Termin etwa vier Wochen später. Dann prüfst du drei Dinge: ob Nachrichten aus dem Formular ankommen, ob die Telefonnummer auf jeder Unterseite stimmt und ob die Seite auf deinem Handy noch so aussieht wie am Starttag.
Diesen Termin macht kein Anbieter für dich, und er findet die Fehler, die bei der Abnahme niemand sieht.
Einen Webdesigner beauftragen heißt vor allem entscheiden
Einen Webdesigner beauftragen läuft in fünf Schritten ab, und drei davon liegen bei dir: die Anfrage, die Freigaben und der Blick auf die Seite vier Wochen nach dem Start. Den Unterschied zwischen zwei Angeboten erkennst du daran, an welcher Stelle sie dein Geld nehmen und ob du die fertige Seite vorher schon gesehen hast.
Häufige Fragen
- Was kostet ein Webdesigner pro Stunde?
- Die Sätze liegen weit auseinander, und die Zahl allein sagt wenig. Entscheidend ist, was in einer Stunde fertig wird. Lass dir deshalb ein Beispiel dazu nennen, etwa wie weit eine neue Unterseite in dieser Stunde kommt.
- Brauche ich für die Beauftragung einen schriftlichen Vertrag?
- Halt mindestens Leistungsumfang, Preis, Termin und die Zahl der Korrekturschleifen schriftlich fest, auch wenn es nur eine E-Mail mit Bestätigung ist. Für die Prüfung einer Vertragsvorlage ist jemand mit juristischer Ausbildung zuständig, nicht der Anbieter und nicht du.
- Kann ich mehrere Webdesigner gleichzeitig anfragen?
- Ja, und drei Anfragen sind eine gute Zahl. Sag offen, dass du vergleichst. Wichtig ist nur, dass alle denselben Text bekommen, sonst vergleichst du am Ende drei verschiedene Aufgaben.
- Was mache ich, wenn der Anbieter während der Erstellung nicht mehr antwortet?
- Setz eine Frist per E-Mail und halte fest, was bereits bezahlt und was geliefert ist. Ab diesem Punkt zählt der schriftliche Leistungsumfang aus Schritt 2. Lass dir außerdem die Zugangsdaten zu Domain und Hosting geben, solange der Kontakt noch besteht.
Inhaber von webwev. Baut und betreut Websites für lokale Betriebe und prüft jeden Artikel, bevor er erscheint.